Sonntag, 30. Oktober 2011

Die Alster-Detektive

Als Kind konnte ich einfach nie genug bekommen von Hörspielkassetten. Ganz egal ob Bibi Blocksberg, TKKG, die Fünf Freunde oder die drei Fragezeichen - ständig dudelten die Abenteuer der Hörspielhelden in meinem Rekorder. Lieblingsfolgen wurden rauf und runter gehört bis ich einige von ihnen fast auswendig mitsprechen konnte. Dieses Phänomen lässt sich übrigens auch heute noch bei vielen Kindern beobachten... Obwohl ich also irgendwann alle Kassetten zig mal gehört hatte, hatten andere Hörspielhelden bei mir nie eine Chance.     
Vor kurzem habe ich nun im Internet eine Hörspielserie entdeckt, die mich vermutlich auch als Kind schon begeistert und mich dazu gebracht hätte, auch mal etwas anderes zu hören als TKKG und Co. Die Serie trägt den Titel die Alster-Detektive. Noch nie gehört? Machts nichts. Ich bis dato auch nicht. Nach dem Hören der ersten Folge allerdings war ich sehr beeindruckt und inzwischen habe ich auch die anderen drei Folgen gehört.

Die Alsterdetektive - das sind Koko, Lukas, Marek, Johanna und die Ratte Filippo. Die vier Jugendlichen sind dicke Freunde und besuchen gemeinsam die achte Klasse eines Hamburger Gymnasiums. Nachdem sie ihren ersten Fall eher zufällig, und vor allem um Johanna aus der Patsche zu helfen, gelöst haben, beschließen sie, sich auch zukünftig als Jung-Detektive zu engagieren. So geraten sie immer wieder an knifflige Fälle, die es gemeinsam zu lösen gilt. Mal ist es ein Tierquäler, dem die vier auf die Spur kommen müssen, mal ein Graffitisprayer. Doch immer sind gute Tricks und ein wasserdichter Plan von Nöten, um die Übeltäter entlarven und ihnen anschließend das Handwerk legen zu können.
Tatkräftige Unterstützung erhalten sie hierbei von Opa Joost, Großvater von Koko und stolzer Besitzer eines Hausboots an der Alster, und Jörg Strasser, einem Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft und eine wichtige Kontaktstelle der Alster-Detektive zum Parlament.
(Die Serie ist übrigens eines Erfindung der Hamburgischen Bürgerschaft, des Landesparlaments der Stadt Hamburg. Mehr zur Hamburgischen Bürgerschaft könnt ihr auf der Homepage der Alster-Detektive erfahren.)  

Die Alster-Detektive (v.l.): Marek, Johanna (mit Filippo), Lukas und Koko
Illustrator ist Ulrich Velte

Viel moderner, mit viel mehr Pepp und Witz kommen die Hamburger Kiddis daher, als die uns bisher bekannten Hörspiel-Banden. Nicht nur die Sprache der vier Jugendlichen ist zeitgemäßer, auch die Probleme, mit denen sich die Detektive herumschlagen müssen, sind brandaktuell.
Dass die Jugendlichen in Hamburg, einer deutschen Großstadt, leben, ist außerdem ein großes Plus. Den kleinen Zuhörern gelingt es so viel besser, sich mit den Helden des Hörspiels zu identifizieren. Die Detektive beschäftigen sich nämlich neben ihrer Jagd auf Verbrecher mit genau den gleichen Dingen, wie ihre Zuhörer: Sie fahren Fahrrad, haben große und kleine, nervige und manchmal auch hilfreiche Geschwister, googlen für ihre Recherche im Internet, sind verliebt, essen Franzbrötchen, albern herum und lernen gemeinsam für Klassenarbeiten. 

Ganz egal, ob kleiner oder großer Hörspielfan, es lohnt sich für jeden, mal in eines der Abenteuer reinzuhören. Und vielleicht gefällt es dem ein oder anderen Hörer ja genauso gut wie mir und er hat die Geschichten bereits nach kurzer Zeit weggehört.
Für alle, die nicht genug bekommen können von den neuen Hörspielhelden, noch eine gute Nachricht zum Schluss: Am 7. November erscheint endlich die 5. Folge der Alster-Detektive mit dem Titel Schöne Bescherung. Ich kanns kaum noch erwarten...

Alles Wissenswerte zu den Alster-Detektiven, Autoren und Sprechern, der Hamburgischen Bürgerschaft sowie die einzelnen Folgen zum Herunterladen findet ihr auf der Homepage der Alster-Detektive.

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