Sonntag, 22. Januar 2012

Ein altes Haus für Laura...

Apropos Sommerbücher... 
Ein Buch, das ich als 10-jähriges Mädchen verschlungen und seither unzählige Male gelesen habe (...und das nicht nur wegen des Titels...) ist Katharina Schuberts Ein altes Haus für Laura oder Wie Old Shatterhand nach Potsdan kam. Ganz schön langer Titel und eine - nun ja, sagen wir mal sehr außergewöhnliche Coverillustration. Beides sprach mein 10-jähriges Ich nicht besonders an und das Buch landete, nachdem es tagelang auf meinem Geburtstagstisch verweilt hatte, zwischen einigen anderen ungelesenen Werken im Bücherregal. 
Nicht, dass ich nicht gern gelesen hätte, nur brauchte ich damals stets etwas, dass mich wirklich davon überzeugte, dass das Buch es Wert sei, gelesen zu werden. Das konnte eine großartige Cover-Illustration sein, eine spannende erste Seite oder ein Thema, für das sich ein 10-jähriges Mädchen leicht begeistern lässt. Liebe zum Beispiel oder Freundschaft oder etwas völlig Abgedrehtes. Der Klappentext dieses Buches überzeugte mich genausowenig wie das Cover oder die erste Seite. 
Irgendwann jedoch beschloss ich (aus Langeweile?) alle meine ungelesenen Bücher zu lesen und...Tada!...Es stellte sich heraus: Dieses Buch ist toll!   

Coverillustration zu Katharina Schuberts Ein altes Haus für Laura oder wie Old Shatterhand nach Potsdam kam, erschienen beim tabu Verlag
Laura passiert das, wovon viele Kinder träumen: Sie erbt ein Haus. Anstatt sich jedoch zu freuen, ist die Potsdamerin erst einmal skeptisch. Was soll Sie mit einem eigenen Haus? Einem Haus, das irgendeiner unbekannten Großtante gehört hat und irgendwo in der Eifel nahe der holländischen Grenze liegt, in irgendeinem winzigen Ort. Und dann besteht Lauras Mutter auch noch darauf, dass die beiden gemeinsam zum Haus fahren, um zu sehen, in welchem Zustand es sich befindet, den Ort kennenzulernen und die Menschen, die ihre Großtante gekannt haben. Und das, wo Laura sich so darauf gefreut hatte, die großen Ferien bei ihrer Freundin in Frankreich am Meer zu verbringen!
Doch als die Sommerferien begonnen und die beiden in dem winzigen Ort angekommen sind, stellt sich schnell heraus: Hier ist es gar nicht so übel, wie Laura befürchtet hatte. Nicht nur, dass es in dem kleinen alten Haus einen Dachboden gibt, den Laura genau so herrichten kann, wie sie es sich wünscht, sie lernt auch noch Benji, den Nachbarjungen, kennen, der einen Indianer namens Winnetou zum Vater und ein Hängebauchschwein als Haustier hat. Und dann ist da noch Oma Therese, die eine Menge spannende Geschichten über die Zeit, in der Laura Großtante noch gelebt hat, zu erzählen weiß. Tagsüber, wenn die Mittagshitze nicht mehr auszuhalten ist, sitzen Laura und Benji in Oma Thereses Küche, lauschen ihren Geschichten und versuchen sich vorzustellen, wie es wohl gewesen sein muss, früher hier zu leben.
Viele kleine Abenteuer erlebt Laura in diesem Sommer und am Ende der Ferien will sie gar nicht mehr nach Potsdam zurück. Denn was soll denn dann aus ihrem Haus werden? Und aus der Freundschaft zu Benji und Oma Therese und den Katzenjungen? Lest selbst...

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