Samstag, 24. März 2012

Gartenkinder

Endlich ist er da! Der Frühling... Und mit ihm offene Eisdielen, Vogelgezwitscher, Frühjahrsblumen und das wachsende Bedürfnis, jede freie Minute an der frischen Luft verbringen zu wollen. Besonders gut hats da, wer einen Balkon oder gar einen eigenen Garten besitzt. Letzteres ist auch in einer Großstadt wie Berlin keine Besonderheit mehr. Kleingärten in Kolonien erfreuen sich bereits seit ein paar Jahren immer größerer Beliebtheit. 
Na klar: man kann am Wochenende mal nach Brandenburg rausfahren, in Feld und Wiese picknicken, um einen der etlichen Seen spazieren oder einen der vielen kleinen Orte besuchen. Doch ein eigener Garten, der hat schon einige Vorteile: Er ermöglicht einem nicht nur am Wochenende, mal im Grünen zu sitzen und abseits von Volksparks und Kanalufern seine Ruhe zu haben; auch unter der Woche lohnt es sich noch oft, nach der Arbeit einen Abstecher in den Garten zu machen, die letzten Sonnenstrahlen im Liegestuhl zu genießen, umgeben von plätschernden Rasensprängern, zwitschernden Vögeln und zirpenden Grillen. 
Der eigene Garten in der Stadt bietet dem gestressten Großstädter eine kleine Oase der Ruhe und Gelassenheit. Hier können bisher unentdeckte oder unbefriedigte Gärtner- und Handwerkertalente erprobt werden, hier findet man Ruhe vor dem Großstadtlärm und während man den Tomaten beim Wachsen und dem Nachbarn hinter der Hecke beim Sonnenbaden zuschauen kann, scheint es sogar, als ticke die Uhr hier ein wenig langsamer, als hätte man hier etwas mehr von der Zeit.

Was kreucht und fleucht auf dieser Wiese? Das Entdecken des Mikrokosmos der Natur - für Kinder ein ganz besonderes Erlebnis!
Doch nicht nur für uns Erwachsene kann ein Garten in der Stadt ein kostbarer, aufgrund des Vorurteils lauter und biederer "Laubenpieper" - wie Kleingartenbesitzer mehr oder weniger liebevoll genannt werden -  oft unterschätzter Rückszugsort sein. Auch oder gerade für Kinder ist der Garten ein Ort der unbegrenzten Möglichkeiten. Hier kann der Mikrokosmos der Natur genauestens erkundet und untersucht werden: Wie hoch wächst diese Pflanze? Wohin krabbelt dieser Käfer, wenn ich ihn mir auf die Hand setze? Kitzelt das? Kann ich diese Beere essen? Der Garten ist ein Ort, an dem Kinder ihrer eigenen Fantasie beim Entwickeln von Spielen freien Lauf lassen und selbst erfahren können, wie sie mit den kleinen Gefahren, welche die Natur so mit sich bringt, umgehen können. 

Gartenkinder von Katja Maren Thiel, erschienen beim Kosmos Verlag
 Beim KOSMOS Verlag ist kürzlich das 
 Buch Gartenkinder erschienen, welches wunderbar zeigt, wie viele schöne Dinge Kinder im Garten erleben und erfahren können.
 Es erklärt kindgerecht die Grundlagen des Gärtnerns und zeigt wie die kleinen dabei helfen können, den Garten zu einem bunten, fanatsievollen Blumen-Paradies zu machen. Auch die kleinen Besucher des Gartens, Käfer und Bienen, Igel und Mäuse und ihre Bedürfnisse finden einen Platz in diesem Buch. Darüber hinaus zeigt es, welche Spiele für den Garten geeignet sind und wie das nächste Gartenfest auch für die Kinder zu einem Highlight wird. Liebevoll erläutert es, welche Aufgaben die kleinen schon selbst in die Hand nehmen können und wie sie mit Produkten aus dem eigenen Garten tolle Dinge anstellen können. Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wichtige Hinweise und lebendige Fotos machen Gartenkinder zu einem bezaubernden und praktischen Buch, das vor allem eins verspricht: Einen ereignisreichen Garten-Sommer.

Mal keine Marmelade aus Omas Garten - Gartenkinder erklärt, wie man aus Früchten leckeres zaubern kann...
 

Kommentare:

  1. Oh, ich freue mich gerade sehr, dass du (oder die Schwester?) bei mir kommentiert hast, denn sonst wäre ich gar nicht auf euer schönes Sammelsurium aufmerksam geworden. Ich liebe Kinderbücher und deshalb bin ich froh, nun eure Tipps für mich entdecken zu dürfen. Lieben Dank dafür!

    Ich bin zum Glück in einer eher ländlichen Gegend aufgewachsen, d.h. unser Haus hatte einen recht großen Garten mit viel Erde zum Buddeln, Wiesen zum Spielen und Äpfel pflücken und ganz am Anfang dank der Großeltern sogar noch einem Beet mit Erdbeeren, Bohnen und Co. Klar, dass ich alles genauestens unter die Lupe genommen habe und Käfer, Würmer und Hummeln meine täglichen Spielgefährten waren (neben den anderen Kindern).

    Ich könnte mir gar nicht vorstellen, Kinder ganz ohne Garten oder Natur im Allgemeinen aufwachsen zu lassen, weswegen ich deine Beschreibungen sehr schön finde (übrigens genauso wie den kleinen, grünen Koffer aus dem anderen Blogartikel).

    Ich freue mich aufs Stöbern und sende euch liebe Grüße,
    Ada

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  2. Schön, dass du uns gleich einen Besuch abgestattet hast! Freue mich schon auf den nächsten Kinderbuch-Tipp von dir...

    Hört sich wirklich idyllisch an, wie du aufgewachsen bist. Wir sind in Berlin groß geworden, hatten aber den Tiergarten direkt vor der Tür, einen eigenen Garten und sind regelmäßig ins Grüne gefahren. Trotzdem ist es wahrscheinlich was anderes, wenn man als Kind in Wäldern, Wiesen und Feldern herumtoben kann...

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