Sonntag, 9. Juni 2013

Im Wilden Osten

Wer war nochmal dieser Winnetou? Uns ganz egal – denn wir sind die wahren Helden der Prärie, spätestens seit dem vergangenen Himmelfahrts-Wochenende im Wilden Osten! Unsere Kanus sind meilenweit durchs strömende Wasser geglitten, wir haben die wildesten Pferde geritten, mit Pfeil und Bogen geschossen, wie die tollkühnsten Schützen, und unsere Abende am Lagerfeuer ausklingen lassen. Unser Frühstücksschinken kommt zwar noch immer aus dem Supermarkt und das mit dem Feuer machen, das haben wir auch noch nicht hinbekommen, aber ansonsten fühlen wir uns nach diesem Wochenende wie echte Westleute! 

 
Zu verdanken haben wir das Martin, der die diesjährige Judo-Kanu-Tour unter das Motto Wilder Westen stellte. Und oh, wie war die Vorfreude groß! Cowboyhüte, Plastikcolts und Federschmuck wurden eingepackt, Wildwest-Rätsel und -Referate vorbereitet und Büchsenfleisch und Bohnen eingekauft. 

Am ersten Nachmittag errichten wir standesgemäß unser Lager, bauen Zelte auf und richten uns für die erste Nacht in der freien Natur ein. Die ganz mutigen springen in den nahen, Mai-kalten See. Am Abend gibt es Grillfleisch und Salat und ein leicht verregnetes Lagerfeuer. Doch trotz Donnergrollen und einigen heftigen Windböen bleibt unser Lager unbeschädigt. Um Mitternacht verkriechen wir uns in unsere Zelte, schließlich soll es morgen aufs Wasser gehen. 

 

Freitag Vormittag ist es dann so weit: Wir stechen in See. Ausgerüstet mit Schwimmwesten, Proviant und guter Laune geht es in 2er- und 5er-Kanus los! 
Mehrere Stunden sind wir unterwegs, überqueren riesige Seen und paddeln durch stille Kanäle. Nach unserer Ankunft am Zielort gibt es - nicht ganz stilecht, aber überaus köstlich – eine Rast mit Pommes, Fischbrötchen und Rhabarberstreusel.  


Der nächste Tag ist unseren besten Freunden gewidmet – den Pferden. Auf einer echten Ranch reiten wir drei hübsche Exemplare zu. Bemerkenswert, dass die Männer in der Runde recht großen Respekt vor dem Friesen haben und sich hoch zu Ross nicht wirklich wohl zu fühlen scheinen. Die kleinen Mädels erweisen sich dagegen als echte Pferde-Expertinnen. Selbst unsere Kleinste reitet vergnügt ein paar Runden auf dem großen Rappen und die Mädchen putzen und führen die Pferde, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes getan. 


 Am Nachmittag folgt dann das nächste Highlight: Die selbstgeschnitzten Bögen sollen ausprobiert werden. Auf der großen Wiese am See stellen sich die Schützen mit Pfeil und Bogen auf und schießen – weit in den blauen Himmel hinein! Den letzten Abend verbringen wir mit Stockbrot und Kuscheldecken erneut am Lagerfeuer. 


Was für ein aufregendes Wochenende geht nun zu Ende! Doch wir sind friedfertige Helden. Wir lassen die wilden Pferde in die freie Prärie galoppieren, die Hasen und Büffel in Frieden grasen, die Fische in den Flüssen ungestört leben und fahren wieder gen Süden zurück in die Heimat. Aber wir kommen wieder – bestimmt!  

     

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